Bericht 2007Galerie
   
 


Der Medienspiegel der Männerzeitschrift von männer.ch immer hier aktuell

20. Juni
Text von Prof. W. Hollstein zum Thema Familienmörder in Lörrach. (Baz vom 11.6)
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18. Okt
Antwort von Bernhard Lasshan auf die Stellungnahme von männer.ch zum Antifeminsmus-Treffen.
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4. Okt
Medienspiegel der Männerzeitung
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30. Sept
Stellungnahme von männer.ch zum Antifeminismus-Treffen ...klick
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23. Sept
Der Fall Lörrach - Unbedachtes von Prof. W. Hollstein.
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6. Sept
Stellungnahme von MännerZug zum Thema Chancengleichheit im Kanton Zug ...klick
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31. August
Ein unveröffentlicher Artikel (von der Redationsleitung natürlich leben als zu "heiss" taxiert) von Walter Hollstein.
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23. August
Medienspiegel der MännerZeitung.
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13. Juli
Zeitungsartikel "Männlichkeit hat ein schlechtes Image" von Dr. Prof. W. Hollstein aus dem Migros-Magazin
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3. Juli
Medienspiegel der MännerZeitung
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30. Juni
Der entwertete Mann von Prof. W. Hollstein - Merkur Berlin
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17. Juni
Zeitungsartikel zum Vätertag - NZZ
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9. Juni
Pressemitteilung Vätertag vom 6. Juni von Thomas Zehnder
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8. Juni
Medienspiegel der MännerZeitung
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6. Mai
Medienspiegel der MännerZeitung
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18. April
Artikel aus der Neuen Zuger Zeitung zur Open-Space Veranstaltung
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30. März
Jahresbericht 2010
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5. März 2010
Medienspiegel der MännerZeitung
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3. Februar 2010
Medienspiegel Januar 2010 MännerThemen aus der Schweiz.
Zusammengestelt von der Männer Zeitung. Klick
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4. Dez
Medienspiegel MännerThemen aus der Schweiz.
Zusammengestelt von der MännerZeitung. Klick
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25. Okt
Interview auf Grund des MännerHearings IV über Sex
mit Thomas Zehnder 
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Vortrag von Paul Zulehnder im Lassalle-Haus | 16. Sept 2009

Thomas Zehnder

Männer fühlen und Frauen denken

„Diese Aussage ist genauso falsch wie die Umkehrung und wird den beiden Geschlechter in keiner Art und Weise gerecht. Wahr ist, dass Männer und Frauen denken und fühlen, nur eben anders: Männer reden nicht so gerne darüber.“ Dies war eine der zentralen Aussage von Prof. Paul Zulehner, mit der er am Mittwoch, den 16. September im Lassalle Haus Bad Schönbrunn seine neue Männerstudie vorstellte.

Dem Theologen und Männerforscher Zulehner zuzuhören war ein Genuss. Sein Vortrag ist geprägt von empirischem Wissen, einer modernen theologischen und spirituellen Grundhaltung und gewürzt mit wienierisch-trockenem Humor. Dies liess den Zuschauern die ernüchternden Aussagen geniessbar erscheinen. Die Studie 2008 vergleicht sich mit derjenigen aus dem Jahre 1998. Das Fazit: Es bewegt sich sehr wenig auf der Männerseite. Ein Beispiel: Für 32% Frauen, die sich als eher modern bezeichnen ein grosses Problem. Stehen doch praktisch unverändert nur 19% Männer mit ähnlichen Werten im Angebot.

Zulehner plädiert für Mehr Leben im Männerleben. Der Mann findet traditionell im Berufsleben die grösste Identifizierung.  Erst, wenn er sein Lebensfeld in den Bereichen Familie und Innenleben erweitert, ergibt dies "mehr Leben". Die Gefahr eines Totalabsturzes sei es durch eine Kündigung oder Trennung, oder auch nur die Angst davor, wird kleiner. Zulehner sagt, das menschliche Leben sei auf Beziehungen ausgerichtet, im Du können wir uns selber erkennen. Die gegenwärtige Praxis gegenüber getrennten Familienvätern unterstützt dieses Unterfangen schlecht. Finanziell stark belastet sind unterhaltspflichtige Mann wenig motiviert für eine neue Bindung. Aber sie haben deutlich die Solidarität ihrer Umwelt. Männer und Frauen wurden gefragt, wer bei einer Krise die Arbeitsstelle behalten soll. Mit 46% oben aufgeschwungen ist die Aussage: unterhaltspflichtige Männer. Wohlgemerkt, dies ist eine Aussage von allen Befragten, nicht von unterhaltpflichtigen Männern. 

Gleichzeitig zeigt sich in der Studie ein völlig überhöhtes, sentimentales Bild der Zweierbeziehungen. Zulehner unterscheidet in diesem Fall nicht zwischen der Ehe und anderen Verbindungen. Liebe, Vertrauen, Treue und Ehrlichkeit sind mit 40 - 80% Wichtigkeit gewertet, Kompromissbereitschaft, Gesprächsbereitschaft, Selbständigkeit und gemeinsame religiöse Überzeugung kommen gerade mal 5  - 20%-Punkte. Dabei seine gerade diese Kompetenzen des Krisenmanagements wichtig, führt Zulehner aus, Versprechungen und Wunschträume vermögen keine Beziehung zusammenzuhalten. 

Die Männerstudie umfasst 400 Seiten und enthält unzählige interessante Details. Der ganze Bericht kann auf der Website von MännerZug gedownloadet werden.

Männerarbeit ist angesagt, ohne wenn und aber. Österreich und Deutschland kümmern sich auf Staatsebene zunehmend um Männerfragen. In der Schweiz fehlen solche Institutionen weitgehend. Auf nationaler Ebene kämpft männer.ch, Dachverband der Männer- und Väterarbeit um die Anliegen der Männer und im Kanton Zug nimmt sich MännerZug seit April 09 diesen Fragen an. Eine anspruchsvolle und beharrliche Arbeit ohne bis anhin viel inhaltlicher und finanzieller Anerkennung. Und dies bezieht sich mehr auf die Männer. In der Frauenwelt ist die Notwendigkeit von Männerarbeit klar erwünscht.

Wir von MännerZug bedanken uns beim Lassalle-Haus für die Organisation dieses inspirierenden Abends und die Kooperation mit MännerZug. Ein erfreulicher, kleiner Schritt in die richtige Richtung.
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Zuger Vätertag 7. Juni 2009

Thomas Zehnder, Dani Rothenbacher

Bei schönstem Frühsommerwetter trafen sich am Sonntag acht Väter mit neun Kindern im Paradisli in Baar, um einen gemütlichen Tag im Wald an der Lorze zu verbringen. Eingeladen anlässlich des 3. Schweizer Vätertages hatte MännerZug, die neue Männer-Organisation im Kanton Zug.

Mit Kinderwagen, Rucksäcken und Stecken machte sich die die kunterbunte Schar auf den Weg. Zuerst führte uns der Weg zur Ausstellung des ornithologischen Vereins in Baar. Wir haben diese Einladung erhalten, da Herr Helbling, der Präsident, von unserer Veranstaltung über die NZZ erfahren hatte. Für die Kinder im Alter von 2 – 14 Jahre waren die Hasen, Hühner und Enten ein willkommener Start.

Gemächlich spazierte die Gruppe anschliessend zum Grillplatz an der Lorze. Ziel des Vätertages ist die Wertschätzung der Väter. Starke und präsente Väter sind für die Kinder wehr wichtig, viele haben dies bereits erkannt. Viele Männer möchten gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, doch die Rahmenbedingungen in der Schweiz sind noch sehr beschränkt. Hier möchte MännerZug mit der Einladung zum Vätertag einen Akzent setzen. Thomas Zehnder, Geschäftsführer von MännerZug,  informierte die Väter über Sinn und Zweck des Vätertages, von MännerZug und der Plattform Väter und Söhne. In der Folge ergaben sich interessante Gespräche über die Situation der Männer und Väter. Die Anwesenden waren sich schnell einig, dass noch viel mehr für und mit Männern gemacht werden müsste. Die traditionellen Bilder vom Ernährer und Sonntagsvater sind noch stark verwurzelt. Dem Umstand, dass hinter diesen Bildern viel Engagement und Verantwortung für die Familie steckt, muss aber Rechnung getragen werden. Und darum braucht es solche Aktionstage.

Dieser Umstand tat der Stimmung im Wald überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil. Wir genossen den schönen Tag, die laue Lorze, das Waldfussballspiel und die feinen Würste.

Für alle Beteiligten war nach diesem Tag klar, dass die Etablierung des Vätertages viel Zeit braucht und sie das nächste Jahr wieder dabei und bei der Organisation mithelfen wollen. Beste Unterstützung für den Vätertag und MännerZug. In diesem Sinne war dieser Tag ein voller Erfolg. Klein aber fein.
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Gründung von MännerZug April 09

von Jörg Rüdiger

Männer schaffen im Kanton Zug eine eigene, rechtliche Plattform für Männerthemen

Im Zuger Pulverturm fanden sich am Dienstagabend zirka vierzig interessierte Männer ein, um den Verein «IG MännerZug» zu gründen, darunter viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und sozialen Institutionen und Organisationen. «Mit der Gründung eines Vereins, und damit der Schaffung einer rechtlichen Form findet eine lange Vorgeschichte nun seinen ersten Höhepunkt», mit diesen Worten begrüsste Thomas Zehnder, Hautpverantwortlicher für die bisherige Arbeit von MännerZug die mit einer Ausnahme männlichen Gäste. 

Nachdem die ersten Ideen und Konzepte für eine männerspezifische Initiative im Kanton Zug bereits im Jahr 2004 von Philipp Schweiger, Jörg Rüdiger und Thomas Zehnder auf Papier gebracht wurden, ist bis heute ein weiter Weg zurückgelegt worden. Dazu gehört zurückblickend als ein wichtiger Meilenstein die ausführliche Studie zur Situation der Männer im Kanton Zug, die im Jahr 2007 erstellt und veröffentlicht wurde. Gleichzeitig verwies Zehnder in seinem Rückblick auf die  aktive Unterstützung von vielen Zuger Organisationen sowie auf die finanzielle wie ideele Unterstützung der Gleichstellungskommission für Frau und Mann GLK sowie der Kommission Allgemeine Weiterbildung KAW. «Ohne die Unterstützung der beiden Kommissionen wären wir heute nicht hier», fasst Zehnder, der sich in den letzten Jahren selbst sehr engagiert und aktiv für die Realisierung einer Männerorganisation im Kanton eingesetzt hat, zurückblickend zusammen. 

«Ein bunter Blumenstrauss» an einleitenden Glückwünschen

Nach der offiziellen Begrüssung durch Thomas Zehnder überbrachte als erste Gastredner Regierungsrat Patrick Cotti die besten Glückwünsche der Zuger Regierung. Anschliessend gewährte der Zuger Regierungsrat dem Publikum einen Einblick in seine persönliche Begegnung mit dem Thema MännerZug. Als das Projekt zum ersten Mal an ihn herangetragen wurde, warf das schon einige Fragen sowie auch klassische Clischées, Urteile und Bilder in ihm auf, so Cotti. Darauf folgende Gespräche mit den Initianten haben jedoch das Projekt und dessen Zielsetzung in ein konkreteres und klareres Bild gerückt. Und dass der Regierungsrat in punkto Männerarbeit Handlungsbedarf sieht, zeige nicht zuletzt die Titelseite der aktuellen Ausgabe der Neuen Zuger Zeitung mit dem Leitartikel: Im Kanton Zug geht es immer brutaler zu.

Als zweiter Redner gab Markus Theunert, Präsident des Schweizer Dachverbandes für Männer- und Väterorganisationen männer.ch, einen groben Einblick in Aufgaben und alltägliche Arbeit der Organisation. Mit Blick auf MännerZug hob Theunert hervor, dass es nur wenige Projekte oder Initiativen gibt, die von Anfang an auch von politischer und sozial-gesellschaftlicher Seite so mitgetragen werden und vernetzt sind wie im Kanton Zug. «Männerarbeit ist Pionierarbeit. Es geht darum, Defizite aufzuzeigen, Leidenschaft zu wecken, Visionen zu erarbeiten», so Theunert. «Dabei darf es auf gar keinen Fall ums Jammern gehen, nach dem Motto: Oh je, wir armen Männer.»

Eine besondere Stellung hatte als dritte Referentin Irene Teismann, Präsidentin der Kommission für die Gleichstellung von Frau und Mann, war sie doch als einzige Frau in diesem Männerkreise geladen. Dabei prognostizierte Teismann, dass es sicherlich ein langer und auch beschwerlicher Weg wird, den MännerZug vor sich hat und verwies auf die jetzt mittlerweile über 100-jährige Geschichte der Frauenbewegung im Kanton Zug. Gleichzeitig stellte sie klar, dass es auch der Wunsch der Zuger Frauenorganisationen ist, dass sich die Männer selbst organisieren, um ihre eigenen Themen zu beleuchten und zu besprechen. «Männerarbeit muss von Männern getragen werden», sagte Teismann, «und an Unterstützung und Kooperationswille aus Sicht der Frauenorganisationen wird es sicherlich nicht mangeln.»

Der vierte Redner machte vor allem Musik. Werner Iten, Zuger Künstler und Lehrer, trat den Beweis an, dass auch Männer das sogenannte "Multitasking" beherrschen. Er unterhielt die anwesenden Männer auf seine unnachahmliche Arte und Weise mit Büchsen, Rohren und sonstigem Gerümpel.

Da aktiv werden, wo Männer ihre Themen haben

MännerZug konzentriert sich auf die Lebenswirklichkeiten der Männer, konkretisierte Thomas Zehnder im Anschluss an die Grussworte das Ziel und die Aufgabe des neuen Vereins. «Wir möchten genau da aktiv werden, wo Männer heute ein Thema haben, wie zum Beispiel in der Gewaltprävention, bei Beziehungsfragen und -problemen, in beruflichen Stress- oder Burnout-Situationen, aber auch in der Bubenarbeit.» Ein sehr wichtiges Ziel von MännerZug ist in diesem Zusammenhang die Vernetzung mit anderen, bereits bestehenden Organisationen und Institutionen. Heute bestehen bereits Kooperationen mit insgesamt 11 Organisationen im Kanton und über 30 Männer sind eingeschriebene Mitglieder. Thomas Zehnder: «Es geht bei MännerZug vor allem darum, bestehende Organisationen, aber auch Unternehmen, Privatpersonen, Vereine usw. zu unterstützen, wenn es um konkrete Männerthemen geht.» Als Vision von MännerZug schwebt den Aktiven die Gründung eines so genannten «Genderhauses» vor, das zwei Eingänge bei Fragen oder Problemen anbietet, ein Eingang für Frauen, einer für Männer. 

Gründung schliesst mit einer Überraschung

Nach der Abwicklung der Gründungsprozedur des Vereins fand die Veranstaltung – bevor zum gemütlichen Apéro aufgerufen wurde - nochmals einen Höhepunkt. Als sichtbares Symbol für die zukünftige Arbeit von MännerZug wurde ein grosser Holztisch mit schweren Eisenbeschlägen – hergestellt vom Holzbauer Nik Stahlberger aus Baar – enthüllt und eingeweiht. Als erste Aufgabe gilt es nun, so Zehnder in seinen abschliessenden Worten, einen würdigen Platz für den der «Arthus und seine ritterlichen Tafelrunde»-Sage anmutenden Tisch zu finden, der in Bälde als Sitzungstisch für die Treffen dienen soll. Eine Aufgabe, die, verglichen mit den Zielen und zukünftigen Herausforderungen, sicherlich eher zu den einfacheren zählt...

   
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